Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Habt Ihr Euch den Filz eingefangen? Völlig verwebt? Im Kardenband verheddert?
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon Lika » 17.02.2013, 19:06

Hallo ihr lieben,
das Problem mit dem reiĂźen hatte/ habe ich auch, speziell wenn ich sehr dĂĽnn ausspinnen will (z.B.) Seide... (besitze ein Bea- Replik) ich habe dann festgestellt, dass es bei der seide leichter ist einen "Spulenadapter" zu bauen.. ich habe mir dafĂĽr ein StĂĽck Rohrisolierung genommen was quasi in die Spule gelegt wird.. (also um das mittelholz) und es hat funktioniert.. dadurch geht natĂĽrlich auch nicht soviel faser drauf.
Im moment spinne ich an Kamel und da ich da auch dĂĽnn spinnen wollte, hatte ich das gleiche Problem auch da... daher danke an Azubi fĂĽr den Tipp.. ich werde es mal ausprobieren...

Und dir Nell.. viel erfolg bei den nächsten "anspinnerten" versuchen ;)
Liebe GrĂĽĂźe
AngeLika

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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon nell » 17.02.2013, 19:20

@Azubi,
ich habe ein einfädiges Rad und bin auch sonst zufrieden.
So ganz Anfänger bin ich ja auch nicht mehr, spinne schon ca.2 Jahre mit dem Rad.
Nur die Probleme an Anfang habe ich schon immer egal welcher Auszug.

@Lika
Ich wollte eigentlich vermeiden, etwas um die Spule zu tun. So geht mir ja doch einiges an Fassungsvermögen verloren :-/
Aber der Tipp doppelt ĂĽber einen Haken laufen zu lassen klappt bei mir super.
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon Azubi » 17.02.2013, 19:31

ja das kenne ich...
nu habe ich ein 2-Fädiges Spinnrad, ich hatte keine Lust mich auch noch mit meinem Spinnrad um die Wolle zu streiten...
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon klengelchen » 18.04.2013, 14:09

Nell, schau mal HIER
liebe GrĂĽĂźe

Heike
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon nell » 18.04.2013, 14:31

Danke Heike,
so ähnlich habe ich es auch schon mal auf einen Tipp hin ausprobiert. Es lief auch schon besser.
Beim nächsten mal probiere ich mal diese "Wickeltechnik", vielleicht ist es ja DIE Lösung :)
Aber nun zurĂĽck aufs Sofa...die mit dem Presslufthammer sind schon wieder im Anmarsch und mein Herz will schon wieder
schneller als es soll :(
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon anjulele » 23.04.2013, 16:25

Das Bild von Klengelchen zeigt, was dir schon Heksana und Azubi geraten hatten.^^

Wahrscheinlich hast du ein flügelgebremstes Rad, oder? Damit lassen sich feine und dünne Garne meist nur mit diesem Trick spinen. Manche haben auch drei kleine Nägelchen auf dem Spinnflügel, um die sie den Faden zwischen Haken und Einzugsloch führen. Auch das bremst den Einzug. die Haken kann man so anbringen, dass sie bei "normalen" Gebrauch nicht im Weg sind. Hm, schlecht zu erklären, leider ist das Forum mit den passenden Bildern ausser Betrieb. Bei Ravelry gibt´s auch Bilder, aber leider finde ich die nicht wieder.

Ein zweifädiger Antrieb und einfädig mit Spulenbremse lässt sich viel besser regulieren. Da entfällt der Kampf mit dem Rad.

Die Variante mit dem "Spulenadapter" funktioniert auch gut. Wenn du dünnes Garn spinnen möchtest, wird es irgendwann zu viel und unhandlich, da macht es nichts, wenn du nicht die volle Spulen ausnutzt.

Dein Anfangsfaden auf der Spule sollte lang genug sein. Den Spinnanfang solltest du nicht zu weit am Ende des Fadens beginnen. Lass bei dem flügelgebremmsten Rad ruhig 20 - 30 cm überlappen, dann rutscht dir der Anfang nicht gleich runter und kann sich gut aufspulen. So langsam treten, wie´s gerade noch rund geht und genug, aber nicht zuviel Drall auf den Faden lassen. Ganz am Anfang dann lieber zuviel, sonst fällt die der Fadenauseinander. Wenn du den Anfang erstmal auf der Spule hast, klappt es meist schon besser.

Langer Auszug klappt besser mit kurzen Fasern, in die der Drall etwas in die Faserhand laufen kann. Im Gegensatz zum Kammzug. Da sollte der Drall gut abgehalten werden, weil er sich sonst mehr und mehr Fasern greift und das Garn immer dicker wird.
Mit ´nem ruckelnd einziehenden Rad ist das auch nicht ideal. Solltest du mal Gelegenheit haben, an einem anderen Rad zu spinnen, wirst du die Unterschiede schnell merken. Jede Art von Rad hat seine Vorzüge und nicht immer lässt sich alles an einem Rad gut spinnen.

Wie klappt es denn jetzt?

LG
anjulele
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Re: Problem beim "An"Spinnen auf leerer Spule

Beitragvon Lika » 05.05.2013, 10:34

Den Trick habe ich bei meinem Rad auch ausprobiert und es funktioniert super..
Gerade bei meinen Maulbeerseide- Spinnereien ist der Spulenadapter+ das "Umwickeln" eine sehr gute Lösung, weil mein Raderl doch ein bisschen mehr Zug hat, trotz gelöster Bremse...
Liebe GrĂĽĂźe
AngeLika

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