Handwerkszeug und Utensilien

Surren im Ohr? Ihr versteht nur noch NĂ€hmaschine? Nein?
Da will wohl jemand nicht wahrhaben, dass er die NĂ€heria hat...

Moderator: Heksana

Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Bummi » 06.01.2005, 09:20

NĂ€hmaschine
Die Auswahl an NĂ€hmaschinen ist sehr groß. Das Angebot erstreckt sich von der einfachen Geradstich- und Zickzackstich-Maschine bis hin zur Elektronic-Nutzstich-Maschine, mit der man eine Vielzahl von NĂ€hten (auch ZiernĂ€hte) ausfĂŒhren kann. Ich nĂ€he auf solch einer El.-Nutzstich-Freiarm-Maschine. Hiermit lassen sich auch diverse schneidertechnische Arbeiten – z.B. Knopflöcher – ausfĂŒhren. Der Freiarm ermöglicht das Steppen in engen oder rundgeschnittenen Teilen wie Ärmeln, Kragen usw.

NĂ€hgarne
Hat man...... oder hat man nicht :lol: .
Es gibt Baumwollgarn, das normale NĂ€hgarn aus Seide und die sogenannten AllesnĂ€her aus Synthetik (Polyester). Außerdem gibt es noch das dicke Knopflochgarn fĂŒr handgenĂ€hte Knopflöcher und fĂŒr Ziersteppereien. Das sehr dĂŒnne, feine Maschinenstick- und -stopfgarn und das Heftgarn zum Heften und Durchschlagen.

Scheren
Als meine Schneidermeisterin damals aufzĂ€hlte mit was fĂŒr Scheren ich mich ausstatten mĂŒsse, dachte ich ..... ich spinne. Ich weiß nicht mehr wie viele es waren, aber es waren jede Menge. Erstens sind diese speziellen Scheren ja nicht gerade billig und außerdem habe ich ĂŒberhaupt nicht eingesehen, dass ich mir mein Köfferchen mit Scheren beladen und dieses - ohnehin nicht leichtes - Teil auch noch zur Schule schleppen sollte :lol: . Also, ich besitze genau 4 Scheren und die haben mir bisher noch immer ausgereicht. Eine große Zuschneideschere, so konzipiert, dass die untere Kante beim Schneiden flach aufliegt. So wird der Stoff beim Schneiden nicht angehoben. Eine kleine, spitze Schere fĂŒr all das wofĂŒr die große Zuschneideschere zu unhandlich ist. Eine Papierschere zum Ausschneiden der Schnitteile. (Zuschneidescheren werden beim Schneiden von Papier stumpf!) Ja, und dann habe ich noch meine Zackenschere. Ich benutze sie wenn ich feste Stoffe oder Futter zuschneide. Damit erspare ich mir das VersĂ€ubern von Nahtzugaben.

Fingerhut
Ich habe zwar FingerhĂŒte, aber ich benutze sie kaum. Stört mich irgendwie. Allerdings ist ein Fingerhut unerlĂ€sslich wenn man dicken – z.B. Mantelstoff – verarbeitet. Da ziehe sogar ich ihn freiwillig an.

Pfeiltrenner
Mit dem Pfeiltrenner werden z.B. Knopflöcher aufgeschnitten. Oder “versaubeutelte“ NĂ€hte :lol:

Maßband
Klaro, ganz wichtig. Am besten eines mit Loch, so kann man es auch als Zirkel verwenden.

Langes Lineal
Wichtig, zum VerlÀngern von Schnitteilen beim Kopieren.

Kurvenlineal
Hiermit werden Armausschnittkanten und Halsausschnitte auf dem Papierschnitt, nach dem Auskopieren, nachgezeichnet.

Rockabrunder
Sehr praktisch zum gleichmĂ€ĂŸigen Anzeichnen der RocklĂ€nge.

Stecknadeln
Ich verwende nur Stecknadeln mit flachen Metallköpfchen. Über diese Nadeln kann man wunderbar drĂŒberbĂŒgeln (ohne dass die Farbe des Stecknadelköpfchens es sich auf dem Stoff gemĂŒtlich macht :lol:) und sie verheddern sich nicht in der NĂ€hmaschine.

Schneiderkreide
Gibt es auch als praktischen Stift in diversen Farben. Nachdem ich einmal die Erfahrung gemacht habe, dass sich die gute Kreide nicht mehr aus dem Stoff entfernen ließ, teste ich nun immer auf einem Stoffrest.

KopierrÀdchen
Damit werden Schnittlinien ĂŒbertragen. Ausradeln und Kopieren auf Papier und Stoff.

BĂŒgeleisen, BĂŒgelbrett, Ärmelbrett, BĂŒgelkissen
Gut gebĂŒgelt ist halb genĂ€ht.

Ich denke, dass ich die wichtigsten Werkzeuge und Utensilien aufgelistet habe. Wenn Euch noch etwas einfallen sollte...... dann bitte ergÀnzen :!:
Bummi
 

Beitragvon rialto » 22.02.2008, 21:03

KopierrĂ€dchen sind out. Es gibt jetzt diese praktischen Folien, die einfach auf das Schnittmuster gelegt werden können. Per Folienstift ĂŒbertrĂ€gt man bequem und schnell die Konturen und schneidet sie anschließend aus der Folie aus. Bei geraden Linien lĂ€ĂŸt frau einfach die Schere "stehen" und zieht durch - so Ă€hnlich wie bei Einbindefolie fĂŒr BĂŒcher.

Damit kann auch die Vorlage frei von unschönen Löchlein bleiben und Fehler sind viel einfacher zu korrigieren indem durchgestrichen und neu gezeichnet wird.
rialto
 

Beitragvon geli15 » 23.02.2008, 14:00

hallo rialto,
dass KopierrÀdchen out sind ist mir neu.
Wie bummi geschrieben hat werden sie auch zum Übertragen von Schnittmusterlinien auf den Stoff gebraucht. Wichtig vor allem wenn Frau AbnĂ€her einzeichnen will. Mit Kopierpapier gehts eigentlich nicht sonderlich gut.
Ich ĂŒbertrage meine Schitte gerne auf Papier, die kann ich nĂ€mlich prima in KlarsichthĂŒllen platzsparend ablegen.
Liebe GrĂŒĂŸe
Geli
geli15
 

Beitragvon rialto » 25.02.2008, 20:54

Ich meinte nicht Kopierpapier, Geli, sondern Kopierfolie. Das ist speziell fĂŒr's Übertragen von Schnittmustern entwickelte Folie. Es gibt sie z.B. von Burda, aber auch von anderen Herstellern. Es gibt auch spezielle Folienschreiber dazu, aber die habe ich bislang nicht ausprobiert. Mein billiger Permanentmarker aus dem SchreibwarengeschĂ€ft tut es auch. Wozu also extra Geld ausgeben? :)

FrĂŒher habe ich auch ausgeradelt, aber das wird IMHO wengier genau, dauert lĂ€nger und ist bei grĂ¶ĂŸeren Teilen schon mal nervig, wenn alles verrutscht und so. Die fertigen Teile kann man nach Gebrauch ĂŒbrigens auch leichter archivieren. In einer ProspekthĂŒlle brauchen sie auch wenig Platz, weil die Folie dĂŒnn ist und sich flexibel immer wieder falten lĂ€sst.

Ich finde das Verfahren jedenfalls deutlich ĂŒberlegen und habe mein RĂ€dchen eingemottet, aber letztlich muss jede selbst entscheiden, welche Hilfsmaterialien sie bevorzugt.
rialto
 

Stecknadeln

Beitragvon Siggi » 19.01.2009, 03:18

Hallo und guten Tag!
Ich war im Netz auf der Suche nach kochfestem WĂ€scheband fĂŒr Geschirrtuchhenkel. Da bin ich hier gelandet, habe ein wenig gelesen und gedacht, ich schreibe meine "Stecknadel-Erfahrung" auf.
Wenn die Stecknadeln quer zur gewĂŒnschten Naht gesteckt sind, kann man gut darĂŒber nĂ€hen.
Eine gute Woche wĂŒnscht Siggi
Siggi
 

Beitragvon zauberelke1 » 21.01.2009, 14:31

hallo,
ich verwende zum abnehmen der schnitte auch folie, aber ich kaufe mir im baumart die etwas dickere abdeckfolie fĂŒr anstreicher.
zauberelke
zauberelke1
 

Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Kranich » 07.01.2013, 09:11

Hallo an alle NĂ€hverrĂŒckten,
ich habe mir dieses Jahr auch vorgenommen mich dem NĂ€hen zu widmen. Deswegen habe ich mich auch hier angemeldet. Da ich noch ein Neuling in Sachen NĂ€hen bin, werde ich wahrscheinlich des öfteren hier bei euch vorbei schauen um Tipps und Tricks zu bekommen. Das was ihr hier so schreibt finde ich sehr nĂŒtzlich. Möchte mich schon vorab bei euch bedanken.

LG
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Vanilla » 07.01.2013, 15:00

Huhu,

ich hab mir vor kurzem was nettes gegönnt, was ich euch auch nicht vorenthalten möchte. Schneiderkreide in form eines Stiftes. Total genial, funktioniert wie ein Druckmienenbleistift und man kann die Schnitte damit richtig schön auf den Stoff bringen. Trickmarker find ich auch ganz toll.
Liebe GrĂŒsse Martina
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Kranich » 07.01.2013, 18:34

Hallo,

habe mir gerade mal das ganze hier durchgelesen, und es gefÀllt mir. :)

Sind sogar sachen bei die ich zuvor nicht wusste. :) danke fĂŒr die vielen Informationen. Die sind echt perfekt, und ich kann was damit anfangen. :)

Basteln ist gut, basteln lassen noch besser. :P
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon kpmelly » 16.08.2016, 13:19

Hallo zusammen,
ich weiß dieser Thread ist schon etwas Ă€lter, aber ich denke meine Frage passt hier gerade gut rein ;)

Ich habe erst kĂŒrzlich mit dem NĂ€hen angefangen und bringe es mir quasi per Buch und Internet selber bei. Klappt auch ganz gut,
womit ich aber total auf Kriegsfuß stehe ist die Schneiderkreide... bei mir "malt" die einfach nie richtig, ich habe weiß und grĂŒn (wurde mir empfohlen fĂŒr die hellen Stoffe), aber die Sichtbarkeit lĂ€sst einfach zu wĂŒnschen ĂŒbrig.
Gibt es da irgendwelche Tricks, oder habe ich einfach nur die "Montagsmaler" erwischt. Vielleicht könnt ihr ja die eine oder andere Schneiderkreide empfehlen.
LG
Melly
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Lavendel » 16.08.2016, 13:54

Hallo Melly,
ich habe eine Bekannte die benutz die Prym Wasserstifte bzw. Prym Trickmarker. Sie ist damit sehr zufrieden. Ich selbst hab sie noch nicht ausprobiert.
Liebe GrĂŒĂŸe Suse

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
(Albert Einstein)
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon klengelchen » 16.08.2016, 14:07

Meine Mama hat frĂŒher immer die weißen Buntstifte genommen. Die haben wir Kids sowieso nicht zum Malen benutzt. Ging ganz gut. Ob das allerdings heute auch noch so klappt, weiß ich nicht.
liebe GrĂŒĂŸe

Heike
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon Goldlisel » 16.08.2016, 14:59

Weiße Holzstifte nehme ich ganz gerne, fĂŒr feine Sachen gibt es einen Mienenstift mit Kreidemienen. Der ist klasse.
Auch den Aquamaler von Prym nehme ich recht gerne.

wenn aber nichts zur Hand ist greife ich auch ganz gerne zu Bleistift oder Kugelschreiber.
Aber nur, wenn der Stricht auf keine sichtbare Seite ist.

LG
Elisabeth
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Re: Handwerkszeug und Utensilien

Beitragvon kpmelly » 30.08.2016, 10:46

Hallo zusammen,

danke fĂŒr die vielseitigen Antworten, und sorry dass ich mich jetzt erst zurĂŒck melde. Inzwischen ist unser Neuzugang aus Spanien eingezogen, und so langsam darf ich auch wieder ran an die NĂ€hmaschine (2. Etage, da soll er ĂŒber die Treppen mit seinen 5 Monaten noch nicht hin).
Mittlerweile habe ich mir den "Zauberstift" von Prym geholt, der löscht sich wohl binnen 24 Stunden selber und den weichen Bleistift lege ich mir nun auch oben parat. Mal schauen wie es dann beim nÀchsten NÀhprojekt lÀuft ;)
LG,
Melly
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