Was selbstgeschriebenes

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Moderator: klengelchen

Was selbstgeschriebenes

Beitragvon Lika » 01.02.2009, 17:45

Hallo,
also ich weiß nicht ob das hier hinein gehört aber ich habe klengelchen gefragt ob ich das hier rein posten darf und sie sagte, dass ist erstmal okay... ansonsten einfach den Threat verschieben :).

Also die, ich nenn es mal so, Kurzgeschichte stammt aus eigener Feder und die inspiration dazu hat mir ein Geburtstagsgeschenk geliefert welches ich von einem Freund bekommen habe.
Es war ein kleiner, feuerspeiender Drache (ich liebe Drachen!! ^^;; ), der ein Pergament bei sich hatte.

Im folgenden ist als erstes der Geburtstagstext der von einem Freund von mir geschrieben wurde, danach folgt meine Geschichte.




Der Schatz des Drachen
    „Man sagt von Drachen, dass jeder einen großen Schatz besitzt.
    So auch dieser hier.
    Sie machen ein großes Geheimnis daraus, wo sich dieser Schatz verbirgt.
    Doch dieser ist bereit, sein Geheimnis fĂŒr dich zu lĂŒften
    Und Dir das Wertvollste zu geben,
    was ein Drache besitzen kann.“
Immer wieder las sie die Zeilen und lĂ€chelte unter leichten TrĂ€nen. Es berĂŒhrte sie was dort geschrieben stand.
Sie mochte RĂ€tsel, auch wenn sie vielleicht nie die Antwort wirklich erfahren wĂŒrde, so berĂŒhrte es sie beim lesen.
Irgendwann setzte sie sich auf ihr Bett und nahm sich Papier und Stift zur Hand um die Worte abzuschreiben, danach verpackte sie sorgsam und vorsichtig wieder ihr Geschenk und begann selbst zu schreiben:


    „Es gibt viele Legenden um die SchĂ€tze die ein Drache behĂŒtet. Eine von ihnen ist die Legende des Drachenhortes. Jener Ort an dem der Drache, alles sammelt was glitzert und funkelt. Es heißt ein Drache sammelt SchĂ€tze von materiellem Wert um sich mit schönen Dingen zu umgeben, eben weil sie glitzern und funkeln. Auch sollen sie den Menschen zeigen, wie gierig sie sind, denn kaum jemand hat den Hort eines Drachen verlassen, so er nicht vorher den Tod fand, ohne soviel mitzunehmen wie er tragen konnte.
    Die meisten starben danach an einem gebrochenem Herzen, in Einsamkeit und allein.
    Drachen sind EinzelgĂ€nger, so sagt man. GefĂ€hrlich, Bösartig und Blutdurstig, dass ist das, was die Menschen sehen. Nie fragen sie sich, warum er eine schöne Maid ‚entfĂŒhrt’, warum er ein Dorf, oder eine Stadt angreift. Drachen sind die mĂ€chtigsten magischen Wesen die es gibt, warum sollten sie ohne Grund so etwas tun? Vielleicht tun sie es aus Neid oder Trauer. Neid, weil die Menschen so viel schönes haben, was er selbst nicht besitzen kann, nicht besitzen darf und Trauer, weil die Menschen, die soviel schönes besitzen und erleben, nie genug bekommen und nie zufrieden sind.
    Ein Drache hasst jene Menschen, die materielle Dinge ĂŒber alles stellen. Aus jenem Grund belegt er seinen Schatz mit einem Fluch. Ein Fluch der jene, die sich bereichern wollen in ewige Einsamkeit stĂŒrzt und damit in den Tod.

    Drachen sind so alt wie die Welt, seid Anbeginn der Zeit gibt es sie und man weiß, dass sie ĂŒber 1000 Jahre alt werden, aber leider verbringen sie die meiste Zeit allein.
    Einmal in seinem Leben findet ein Drache sein GegenstĂŒck, wir Menschen wĂŒrden sagen, er verliebt sich. Diese Bindung muss nicht immer von Drachen zu Drachen erfolgen, wichtig ist nur, dass beide Herzen in einem Takt schlagen. Solch ein Band kann niemals zerstört werden, es ist eine Bindung zwischen beiden, die ewig wĂ€hrt.
    Stirbt der Partner, so hÀlt der Drache eine Totenwache. Er hört auf zu essen, zu trinken und zu schlafen, so lange, bis sein Dasein auf Erden erlischt und er seinem Partner ins Reich der Toten folgen kann um dort bis in die Ewigkeit mit ihm zusammen zu sein.
    In dieser Zeit weint ein Drache.

    Drachen weinen nicht sehr oft und es gibt keine genauen Angaben zu welchen AnlĂ€ssen er es tut, aber man weiß, dass eine DrachentrĂ€ne große Macht besitzt. Diese Macht sollte ein Mensch niemals in den HĂ€nden halten. Ein Mensch, der nicht reinen Herzens ist, wĂŒrde diese Macht missbrauchen und sich und andere damit gefĂ€hrden. In alten Schriften steht geschrieben, dass eine DrachentrĂ€ne eine Zutat fĂŒr ein Mittel ist, welches das Herz eines Menschen so kalt wie Eis macht. Er wird GefĂŒhllos und alles was fĂŒr ihn noch zĂ€hlt, ist er selbst.
    Daher vermeidet ein Drache es, vor einem Menschen zu weinen.
    Manchmal soll es aber vorkommen, dass der Drache das reine Herz eines Menschen erkennt und fĂŒr ihn weint. Niemand weiß, wie man die TrĂ€ne im guten nutzen kann, aber es soll Menschen gegeben haben, die einen AnhĂ€nger aus Glas um ihren Hals trugen, welcher von innen heraus in allen Farben der Welt leuchtete. Diese DrachentrĂ€ne soll Kraft spenden und den Menschen schĂŒtzen, so dass er seinen Weg bestreiten kann und seine Ziele erreicht.

    Stirbt ein Drache, bevor er seinen Partner gefunden hat, so ĂŒberdauert seine Seele, teilweise Jahrhunderte bis Jahrtausend, ruhelos, bis er wiedergeboren wird. Dies geschieht so lange, bis er seinen Partner gefunden hat. Aber mit jeder Wiedergeburt, wird der Drache trauriger und wĂŒtender, und es wird immer schwieriger fĂŒr ihn, das Herz zu finden, welches im gleichen Takt mit seinem schlĂ€gt.

    Die Weisheit und die Magie des Drachen stecken im Karfunkel. Jener Edelsteinartige Gegenstand, welcher sich zwischen seinen Augen, hinter der Stirnplatte des SchĂ€dels befindet. Gut geschĂŒtzt wird es von den SchĂ€delknochen und den Hornplatten.
    Sollte man einem Drachen, wenn er schlÀft (und man so nahe an ihn heran kommt), dieses Karfunkel entfernen, stirbt er unweigerlich einen qualvollen Tod.
    Das Karfunkel, so sagt man, ermöglicht es dem Drachen die wahren absichten zu erkennen. Es wird oft als drittes Auge bezeichnet, welches die Reinheit der Seele erkennen lĂ€sst und zeigt welche Absichten das GegenĂŒber in Wahrheit hegt.

    Unsterblichkeit verheißt das Drachenblut. Jenes Blut, welches den Körper des Drachen wie flĂŒssige Lava durchfließt und ein unbĂ€ndiges Feuer in ihm entfacht. Ein jeder der die Unsterblichkeit mit Freuden erlangte, verfluchte sie nach nicht mal zwei Generationen. Jeder mit Unsterblichkeit darf zusehen, wie seine Freunde sterben, seine Geliebten, seine Kinder was ihn unweigerlich zerbricht. Alsbald wird der Tod das sein, was ein Unsterblicher sich wĂŒnscht.
    Aber auch hat Drachenblut heilende Wirkung, so verschließt es die Wunden schneller und keine Narbe wird mehr zu sehen sein.
    Aufgetragen auf Waffe und RĂŒstung, eingearbeitet in den Stahl, hĂ€rtet es ihn auf besondere weise und schĂŒtzt den TrĂ€ger vor Feuer.

    Dann besitzt der Drache, wie auch Menschen und andere Tiere seine Augen. Diese Augen können nicht nur in das Weltliche blicken, sondern auch sehen sie, das Zwischenweltliche, und mit Hilfe seines Karfunkels sieht der Drache, welche Aura das Wesen, welches ihm gegenĂŒbersteht, besitzt.

    All dies sind wertvolle SchĂ€tze die ein Drache birgt, aber es gibt nur wenige die er mit einem Menschen teilen wĂŒrde.
    Sein Herz, und damit seine Liebe wĂŒrde er teilen, wenn beide Herzen im selben Takt schlagen, auch wenn das fĂŒr ihn Sterblichkeit bedeutet.
    Die TrĂ€ne, wenn der Mensch gebrochen und mutlos ist, der Drache aber sieht, dass seine Absichten gut und sein Weg der richtige ist. Ja, dann wĂŒrde ein Drache weinen um diesen wunderbaren Menschen, der es verdient hat und an ihn glaubt.

    Den grĂ¶ĂŸten Schatz, den ein Drache besitzen kann, liegt tief in seinem innersten verborgen, nur zu erreichen fĂŒr jene, die ihre Augen schließen und dennoch sehen.
    Materielle Dinge bedeuten einem Drachen nichts. Sie sind zwar vorhanden aber nichts, was fĂŒr ihn wahrlich von Bedeutung ist.“

Sie seufzte leise als sie den Stift weglegte.
Still las sie sich all das, was sie geschrieben hatte noch einmal durch und lĂ€chelte. Nein, vielleicht hatte sie das RĂ€tsel nicht gelöst, aber sie fĂŒhlte sich freier und ein warmes, wohliges Brennen breitete sich in ihrer Brust aus.




So, das ist das gute StĂŒck.

Es wĂŒrde mich interessieren was ihr darĂŒber denkt.

Liebe grĂŒĂŸe
Angelika
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Beitragvon Quietsch » 01.02.2009, 19:59

Hallo Angelika, Du hast da etwas wunderschönes geschrieben und ich möchte Dir zu 2 Dingen gratulieren:
1. möchte ich Dir zu Deinem Freund gratulieren, er scheint Dein Drache zu sein und ich glaube, Eure Herzen schlagen im selben Takt
2. möchte ich Dich zu Deiner FĂ€higkeit beglĂŒckwĂŒnschen, so wunderbar schreiben zu können und vor allem GefĂŒhle so toll transportieren zu können.

Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich teile Deine Faszination fĂŒr Drachen.

Liebe GrĂŒsse
Juliane
Quietsch
 

Beitragvon Lika » 01.02.2009, 21:12

Danke,
naja es ist nicht mein Freund der mir das geschrieben hat aber ein sehr guter Freund der mir den oberen Text zum Geburtstag geschrieben hat. Und wir stehen uns auch recht nah. Man kann also auch aus freundschaftlichem Sinn so sehen das unsere Herzen in einem Takt schlagen. :oops:

grĂŒĂŸe Angelika
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Beitragvon Quietsch » 01.02.2009, 21:23

:oops: , da hab ich wohl etwas missverstanden.

Man liest aus seinen Worten eine Verbundenheit heraus...solche Freunde sind selten.

Liebe GrĂŒsse
Juliane
Quietsch
 


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